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3:1 - Borussia Dortmund feiert in Bremen das

[10.11.] Borussia Dortmund hat am zwölften Spieltag der Fußball-Bundesliga ein erstes, dickes Ausrufezeichen gesetzt. Nach zuletzt vier - überwiegend unbefriedigenden - Unentschieden siegte der BVB beim Tabellenführer Werder Bremen verdient mit 3:1 (1:1) und sammelte einen Gutteil der gegen Bielefeld und Aachen verschenkten Punkte wieder ein. Überragend beim BVB: Roman Weidenfeller.

Aus Bremen berichtet Boris Rupert

42.358 Zuschauer im ausverkauften Weserstadion sahen eine ausgeglichene erste Hälfte, in der der BVB sogar die klareren Chancen besaß und durch Frei verdient in Führung ging (7.). In einer Phase, in der Dortmund Spiel und Gegner im Griff hatte, gelang Klose der Ausgleich (29.). Doch die Borussen blieben am Drücker und gingen in der 53. Minute durch Tinga erneut in Führung. Mitten hinein in eine unglaubliche Bremer Sturm- und Drangphase fiel ein Elfmeterpfiff: Kruska verwandelte zum 1:3 (85.).

Ausgangslage:
Der Erste traf auf den Zehnten, die "Torfabrik" der Liga (30 Treffer) auf die "Alu-Könige" (sieben Mal Pfosten oder Latte). Beide hatten erst zwei Mal verloren, beide waren seit sieben (Bremen) bzw. sechs (Dortmund) Spielen ohne Niederlage geblieben. Entscheidender Unterschied: Werder hatte aus den letzten sieben Spielen 17 Punkte geholt, der BVB nicht einmal die Hälfte (acht). Auch der direkte Vergleich sprach für die Gastgeber, die vier der voran gegangenen fünf Duelle für sich hatten entscheiden können.


Florian Kringe meldete sich rechtzeitig einsatzbereit.
Personalien:
Für den verletzten Degen kam Sahin neu in die BVB-Mannschaft. Weiterhin fehlten Kehl, Metzelder und Ricken. Bremen trat ohne Baumann, Zidan und Owomoyela an. Gegenüber dem 2:1 in Nürnberg gab es bei Werder eine Änderung: Schulz ersetzte Baumann. Borwoski war zwar wieder fit, saß aber auf der Bank.

Taktik:
Wie schon in der Vergangenheit kam den Außenverteidigern im Spiel gegen einen Gegner im 4-4-2-System und Mittelfeld-Raute besondere Aufmerksamkeit zu: Dede auf der linken oder Kringe auf der rechten Abwehrseite im Dortmunder 4-3-3 sollten abwechselnd ins Mittelfeld aufrücken, um nominell Gleichzahl zu schaffen. Kringe hatte es dann mit Schulz, Dede mit Vranjes zu tun, wenn nicht ihre Mittelfeld-Kollegen Tinga und Sahin an diesen Bremern dran waren. Kruska, dem Dritten im Bunde, kam die schwere Aufgabe zu, Werders Spielmacher Diego schon bei der Spielentwicklung zu stören.

Das Verschieben ins Mittelfeld wurde allerdings nicht konsequent umgesetzt, so dass der BVB in diesem Mannschaftsteil häufig in Unterzahl agierte und der Bremer Frings von hinten das Spiel anschieben konnte. Auch in der Innenverteidigung (Amedick, Wörns) gab es keine eindeutigen Zuordnungen, da Klose und Hunt häufig rochierten. In der Offensive orientierte sich Mittelstürmer Frei häufig ins Mittelfeld, um die Außenstürmer Valdez (gegen Womé) und Smolarek (gegen Fritz) in Szene zu setzen. In diesen Phasen wurde aus dem Dortmund 4-3-3 annähernd ein 4-4-2.


Nelson Valdez machte an alter Wirkungsstätte ein starkes Spiel und bereitete das 0:1 durch Alex Frei vor.
Spielverlauf & Analyse:
Zeugwart Frank Gräfen hatte die schwarzen Trikots ausgepackt, in denen die Mannschaft in Stuttgart und in Cottbus gewonnen hatte. Werder drückte die Schwarz-Gelben zu Beginn zwar in die Defensive - meist über die stärkere linke Seite mit dem aktiven Womé -, doch abgesehen von einem Frings-Kracher aus 20 Metern gab es bis Mitte der ersten Halbzeit keine brenzlige Situation zu überstehen. Die Mannschaft stand gut und verstand es, nach Balleroberung blitzschnell umzuschalten, das Mittelfeld mit langen Bällen zu überbrücken und die Stürmer in Szene zu setzen. Der auffällige Sahin fädelte die ersten vier Möglichkeiten ein.

Nachdem Smolarek in der fünften Minute noch knapp über das Werder-Tor geschossen hatte, führte Sahins präzises Zuspiel auf Valdez zum 0:1: Der frühere Bremer setzte sich am rechten Flügel durch, flankte nach innen, Mertesackers Rettungsversuch mutierte zum Querschläger und erstickte damit sämtliche Diskussionen um eine vermeintliche Abseitsstellung, Frei nickte ein zur frühen Führung in der siebten Minute. Es war das bereits sechste Kopfballtor der Borussen in dieser Saison, was zum einen Ligaspitze ist, zum anderen um so bemerkenswerter ob der klein gewachsenen Dortmunder Offensivspieler.

Mit der Führung im Rücken konterten die Gäste gefällig. Valdez stand nach Sahins Zauberpass frei vor dem Bremer Tor, sein Lupfer aber war zu überhastet und landete in Wieses Armen (9.). Vier Minuten später köpfte Smolarek eine Sahin-Flanke knapp am Tor vorbei.

Ausgerechnet ein falscher Einwurf von Kringe leitete den Bremer Angriff zum 1:1 ein. Beim anschließenden Kommunikationsproblem mit Amedick sahen Kringe und der ansonsten sichere Innenverteidiger schlecht aus, Vranjes passte auf Klose, der umkurvte Wörns und schob zum Ausgleich ein (29.). Wörns konnte in dieser Szene auch nicht so hinlangen wie gewünscht, denn der Kapitän war nach zwei Foulspielen an Klose von Schiedsrichter Wack erst früh ermahnt, dann früh verwarnt worden (14.).


Nuri Sahin setzt sich gegen Christian Schulz durch. Der 18-Jährige fädelte das 0:1 und 1:2 ein! Nach hohem Laufpensum musste er nach einer Stunde seinen Platz an Steven Pienaar abtreten.
An den Kräfteverhältnissen änderte dieser Treffer aber wenig. Der BVB hielt weiterhin gut dagegen und hätte in der Schlussphase der ersten Halbzeit mit ein oder zwei Toren in Führung gehen können, sogar gehen müssen: Smolarek setzte sich gegen Naldo durch, schoss aus aussichtsreicher Position aber vorbei (38.). Nach einem Abwehrfehler kam Frei 18 Meter vor dem Tor frei zum Schuss, zielte aber über das Gehäuse (43.). Wenn nicht in dieser Szene, dann aber zwei Minuten später nach Kringes Flanke an den zweiten Pfosten, hätte der Schweizer - diesmal per Kopf - den Ball im Tor unterbringen müssen.

So aber kamen beide Mannschaften mit einem 1:1 aus der Kabine, und der erste Dortmunder Eckball in dieser Partie bescherte in der 53. Minute die abermalige Führung: Tinga netzte Sahins Hereingabe zum 1:2 ein - das zweite Saisontor des Brasilianers. Beinahe aber wäre Bremen der postwendende Ausgleich gelungen, doch Klose köpfte aus fünf Metern in Weidenfellers Arme (55.).

Wenn es etwas zu kritisieren gab, dann waren es Nachlässigkeiten, die sich plötzlich einschlichen. In der Defensive, als Klose nach scheinbar überstandener Situation doch noch zum Schuss kam und Weidenfeller zu einer Glanztat zwang (65.), bei Kontern, denen beim finalen Pass die Präzision (Smolarek, Valdez, Pienaar) fehlte. Der BVB hätte mit einem komfortablen Vorsprung in die Schlussphase gehen können, die von keiner anderen Elf bislang so dominiert wurde wie von Werder (zwölf Saisontore in den letzten 15 Minuten).

Die Borussen konnten sich tatsächlich kaum mehr befreien. Der eingewechselte Almeida zwang Weidenfeller zu zwei Glanzparaden (71./75.), und mit einem irren Reflex rettete der Keeper gegen den frei vor ihm aufgetauchten Klose (83.). Beim anschließenden Eckball rettete Tinga auf der Linie. Werder war jetzt auch mit den Chancen im Plus. Dann die 84. Minute: Valdez kommt im Strafraum zu Fall, Wack zeigt sofort auf den Punkt. Und der erst 18-Jährige Kruska behielt die Nerven und verwandelte zum 1:3.

13.11.06 16:18, kommentieren

Gelbe Wand Banner über der Südtribüne



Hallo BVB-Fans,

seit Mai 2005, eine Woche nach dem ersten Derbysieg nach langer Durststrecke, schmückt unsere Südtribüne das von uns angefertigte Banner „Gelbe Wand Südtribüne Dortmund“. Dieses Banner haben wir der Tribüne, dem Verein bei diesem Spiel geschenkt, zusammen mit der 4.000 Doppelhalter Aktion. Nur für Reparaturarbeiten und die Zeit der Kommerz-WM mussten wir das Banner abhängen. Seit letzten Freitag ist es nun verschwunden. Verschwunden? Nein, es wurde gestohlen. Feige und unehrenhaft geklaut am Freitag.

Hartnäckigen und aus verschiedenen Quellen stammenden Gerüchten zufolge ist die 60 Meter lange Fahne nun in Gelsenkirchen gelandet, sicherlich wird sie uns da am 10.12. unter die Nase gehalten.

Die Fahne stand für eine Idee, für die Idee einer gelben Wand, einer geeinten Tribüne, die wie eine Wand hinter ihrem Verein und ihrer Mannschaft steht. Für uns alle ist dies ein schwerer Schlag, diese nun in den Händen der blau-weißen Bande zu wissen. Aber die Idee lebt auch ohne diese Fahne, vielleicht durch diesen Schlag mehr als zuvor. Lasst uns schon am Samstag zusammenrücken und die gelbe Wand bilden!

Und da zu kann ich nur sagen
Schalke

16.11.06 19:47, kommentieren