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2:3 - BVB verzweifelt am Abwehrbollwerk -

Borussia Dortmund hat nach den Patzern von Nürnberg, Berlin und Hannover die wohl letzte Chance verpasst, doch noch auf den internationalen Zug zu springen. Im Gegenteil: Nach der 2:3 (1:1)-Heimniederlage gegen den FC Energie Cottbus sind die Schwarzgelben jetzt punktgleich mit den Lausitzern und haben nur noch zwei Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz.

4.100 Zuschauer im Signal Iduna Park sahen eine erste Halbzeit, in der die Gäste durch einen frühen Treffer von Munteanu (6.) in Führung gingen. Der mehr als verdiente Ausgleich gelang Alexander Frei in der 42. Minute. Nach dem Seitenwechsel ging Energie durch einen Foulelfmeter von Munteanu erneut in Führung (56.), wenig später erhöhte Shao nach einem Konter für die Gäste (65.). Die Schlussoffensive des BVB kam zu spät, Alex Frei gelang nur noch der Anschlusstreffer (86.). In der letzten Minute erkannte Schiedsrichter Rafati einen möglichen dritten Treffer des Schweizers wegen Abseits nicht an.

Ausgangslage:
Drei Plätze und drei Punkte trennten den Tabellenneunten Borussia Dortmund vom Zwölften FC Energie Cottbus. Der BVB hatte zwei seiner drei Heimspiele in der Rückrunde gewonnen, Cottbus seit dem 21. Oktober 2006 (2:1 in Aachen) das gegnerische Stadion nicht mehr als Sieger verlassen. Die Auswärtsbilanz war mit neun Punkten (Siege in Bochum und Aachen, Remis in Bremen, Wolfsburg und Hamburg) die viertschlechteste in der Liga.

Personalien:
Ohne die gesperrten Dede, Degen und Valdez sowie ohne den verletzten Pienaar, dafür aber mit Wörns und Kehl konnte Trainer Röber planen, der gegenüber dem 2:4 von Hannover noch einen dritten Wechsel vornahm: Brzenska lief für Amedick auf. Dies hatte drei Gründe: Amedick wäre nach längerer Pause im Januar und Februar neben Wörns und Kehl der dritte Borusse gewesen, der noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte ist. Zudem ist das Pärchen Wörns/Brzenska eingespielt, und schließlich wollte Röber eine Option auf der Bank haben, um dem Spielverlauf entsprechend reagieren zu können.

Cottbus musste auf den Gelb gesperrten Gunkel und auf den verletzten Mitreski verzichten. Da Silva war wieder dabei und übernahm den zentralen Part vor der Abwehr, zudem kam der offensive Baumgart für Küntzel neu ins Team.

Taktik:
Im 4-4-2-System der Gastgeber übernahm Metzelder den rechten Part in der Vierer-Abwehrkette, Brzenska und Wörns verteidigten im Zentrum, Kringe auf der linken Seite. Kehl kehrte in seinem ersten Spiel von Beginn an seit dem 11. August 2006 auf seine Stammposition zentral vor der Abwehr zurück, Sahin (links) und Ricken (rechts) übernahmen die Halbpositionen, Tinga überraschend den Part direkt hinter den Spitzen (Smolarek/Frei). Den Außenverteidigern kam der Part zu, die offensiven Mittelfeld-Außen des Gegners (Munteanu/Baumgart) zu attackieren, während Ricken und Sahin auf Vorstöße der Cottbuser Außenverteidiger zu achten hatten.

Spielverlauf & Analyse:
Borussia Dortmund wurde von frechen Cottbussern kalt erwischt: Kioyo eroberte sich den Ball in der Hälfte des BVB, schickte Radu steil an die Strafraumgrenze, der legte per Hacke ab auf Munteanu. Eiskalt vollstreckte der Rumäne zum 0:1 (6.), sein bereits achtes Tor in dier laufenden Saison. Der frühe Führungstreffer kam den Gästen wie gerufen: Nun konnten sich sie komplett in ihrer eigenen Hälfte einigeln und auf Konter über ihre schnellen Spitzen lauern.

Der BVB verfiel gegen das Abwehrbollwerk aus der Lausitz trotzdem nicht in Hektik. Nach knapp 20 Minuten erhöhten die Borussen die Schlagzahl und erspielten sich eine Reihe guter Chancen durch Frei (17.), Metzelder (20.) und Markus Brzenska (21.). Dessen Kopfball nach einer Ecke von Alexander Frei konnten die Cottbusser gerade noch von der Linie klären. Auch in der Folge blieb der BVB die haushoch überlegene Mannschaft auf dem Feld, einzig mangelte es an überraschenden Elementen, um die kompakte Defensive der Gäste entscheidend in Bedrängnis zu bringen.

Kurz vor der Pause wurde die schwarzgelbe Dominanz belohnt: Wörns schlug einen langen Ball aus der eigenen Abwehr, Smolarek verlängert per Hinterkopf von der Strafraumgrenze auf Frei. Diese Chance ließ sich Borussias Torjäger nicht nehmen: Per Drehschuss ließ er seinem Gegenspieler Mc Kenna und Energie-Torwart keine Chance und vollstreckte aus knapp 13 Metern zum mehr als verdienten 1:1-Ausgleich für den BVB (42.). Mit seinem bereits 10. Saisontor rückte der Schweizer den Verlauf der ersten Halbzeit wieder gerade, allein schon im Eckenverhältnis (10:0) spiegelte sich die Überlegenheit der Borussen wider.


In den ersten Minuten nach der Pause begann der BVB stark, versäumte es aber, bei einer Chance durch Frei in Führung zu gehen (47.). Das taten dagegen die Cottbuser, wenn auch unter leichter Mithilfe des Schiedsrichters. Nachdem Christian Wörns seinen Gegenspieler Radu in der 50. Minute im Strafraum ohne Folgen umgestoßen hatte, deutete Babak Rafati erst beim nächsten, wesentlich harmloseren Strafraumduell zwischen den beiden auf den Elfmeterpunkt (55.). Munteanu trat an und ließ Roman Weidenfeller bei seinem Schuss ins linke Eck keine Chance: 1:2 - die erneute Führung für die Gäste (56.).

Diesen Rückstand verdauten die Borussen nicht so gut wie im ersten Durchgang, ihr Spiel wirkte nun nervös und zu durchschaubar. Alexander Frei hatte Pech, als sein Freistoß in der 63. Minute knapp über die Latte ging. Und dann fingen sich die Schwarzgelben auch noch einen der gefürchteten Energie-Konter: Radu umkurvte Weidenfeller und legte auf Jiayi Shao zurück. Trotz Dortmunder Überzahl kam der Chinese im Strafraum frei zum Schuss und erhöhte zum 3:1 für die Gäste.

Die Verunsicherung der Schwarzgelben war dagegen komplett, es lief nur noch wenig zusammen. Jürgen Röber reagierte und ging mit einem Doppelwechsel (Amedick für Kehl und Saka für Wörns) in der Schlussphase aufs Ganze (81.). Diese Belebung der Offensive zeigte ihre Wirkung, und wieder war es Alexander Frei, der den BVB mit seinem elften Saisontreffer zum 2:3 nach Vorlage von Tinga zurück ins Spiel brachte (86.).

Der BVB warf nun alles nach vorne, und nur drei Minuten später jubelten die 64.100 Zuschauer im SIGNAL IDUNA PARK nach einem Kopfballtreffer von Alexander Frei erneut (89.). Doch der Jubel kam zu früh, Schiedsrichter Babak Rafati erkannte den Treffer nicht an. Frei hatte bei der Flanke von Tinga im Abseits gestanden; eine hauchdünne, wenn auch richtige und damit bittere Entscheidung für den BVB. Denn wenig später beendete Rafati die Partie.

Ausblick:
Am kommenden Samstag (10. März) tritt der BVB im "kleinen Revierderby" beim VfL Bochum an, der gestern mit 0:3 in Bremen verlor und auf den vorletzten Platz zurückfiel. In Bochum kann Jürgen Röber wieder auf Dede, Degen und Valdez zurückgreifen.

5.3.07 14:27

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