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Sport

0:1 - Die Talfahrt geht weiter BVB rutscht auf einen Abstiegsplatz

Borussia Dortmund hat im Kampf gegen den Abstieg einen weiteren Tiefschlag hinnehmen müssen und selbst das Minimalziel in Form eines Unentschiedens beim DSC Arminia Bielefeld verpasst. Der BVB verlor das Westfalenderby mit 0:1 (0:0) und rutscht nach dem 27. Spieltag auf einen Abstiegsplatz. Das Tor des Abends erzielte Jonas Kamper in der 79. Minute.

26.601 Zuschauer in der ausverkauften SchücoArena - darunter mehr als 5.000 BVB-Sympathisanten - sahen ein von der Nervosität der Aktiven geprägtes Abstiegsderby ohne spielerische Höhepunkte. Kringe (59.) und Valdez (73.) hätten ihre Mannschaft in Führung bringen können, doch das nicht unverdiente 1:0 gelang Bielefeld in der 79. Minute durch einen abgefälschten Schuss von Kamper.

Mit dem Sieg zog Arminia nach Punkten mit Borussia gleich und nach Toren sogar an den Schwarzgelben vorbei, die damit erstmals seit 21 Jahren auf einen Abstiegsplatz rutschen. Sollte Bochum am Sonntag sogar deutlich gegen Hannover gewinnen, wäre der BVB sieben Spieltage vor Saisonschluss Siebzehnter.

Ausgangslage:
Die einen hatten zwischen dem 29. Oktober 2006 und dem 2. März 2007 kein Heimspiel gewonnen, die anderen die letzten fünf Auswärtsspiele in Folge verloren. Beide standen vor dem 30. Westfalenderby mit dem Rücken zur Wand: Bielefeld war Siebzehnter, Dortmund mit zwei Punkten Vorsprung auf Bochum und fünf Zählern auf die Arminia Fünfzehnter. Der Verlierer würde auch nach dem 27. Spieltag auf einem Abstiegsplatz stehen.

Personalien:
Beim BVB fehlten die verletzten Kehl (Wadenprellung) und Smolarek (Rippenbruch), außerdem rückte Pienaar, der erst am Donnerstag von einer Länderspielreise zurückgekehrt war, auf die Bank. Kruska, Valdez und Sahin kamen dafür in die Mannschaft. Der Gegner musste auf Abwehrspieler Gabriel und Mittelfeldmann Ahanfouf verzichten. Gegenüber dem 0:2 in Aachen gab es drei Änderungen: Für Bollmann, Kamper (beide Bank) und Borges kamen Kucera, Kobylik und Youngster Tesche, über den sogar das Bielefelder Stadionheft keine Informationen preis geben konnte, neu ins Team. Der südafrikanische Nationalstürmer Zuma blieb in der Mannschaft.

Taktik:
Beide Trainer hatten ihren Mannschaften ein neues taktisches Gerüst verpasst. Bielefeld agierte in einer 4-1-4-1-Grundordnung, der BVB in einem 2-5-2-1-System. Das sah so aus, dass Wörns und Metzelder in der Innenverteidigung auf Wichniarek, die einzige Bielefelder Spitze, trafen. Davor agierten Degen, Kruska und Dede praktisch auf einer Höhe im defensiven Mittelfeld. Degen hatte es mit Kobylik zu tun, Kruska meist mit Tesche und Dede mit Zuma, der vorwiegend über die Rechtsaußenposition attackierte, selten zentral in die Spitze stieß und bei Dortmunder Ballbesitz sogar Defensivarbeit verrichtete.

Vor diesem Dreier-Verband agierten Kringe, der überwiegend ohne direkten Gegenspieler blieb, sowie Tinga auf der halbrechten Seite. Hier war das größte Loch zu stopfen, denn in diesem "Bermuda-Dreieck" tummelten sich mit Böhme, Tesche und Kobylik häufig drei Bielefelder Akteure. Das offensive Mittelfeld beim BVB bildeten Valdez und Sahin - bekämpft von Kauf, dem zentral-defensiven Arminia-Mittelfeldmann, sowie wechselweise von den aus der Abwehr heraus rückenden Korzynietz und Kucera. Frei war einzige Spitze beim BVB.


Spielverlauf & Analyse:
"Das ist unser Wetter", begrüßte der Stadionsprecher die Zuschauer. Arminia begann auf dem nach langen Regenfällen durchweichten, tiefen Rasen sehr engagiert, suchte und gewann die Mehrzahl der Zweikämpfe und war trotz der nervlichen Belastung deutlich ballsicherer als der BVB, der sich mit seiner Pass-Ungenauigkeit häufig selbst im Weg stand.

Mit hoher Laufbereitschaft erkämpfte sich der Tabellensiebzehnte in den ersten 25 Minuten ein deutliches Übergewicht und hätte nach 150 Sekunden schon in Führung gehen können, doch der durchgebrochene Kobylik konnte in letzter Sekunde von Degen und Weidenfeller gestellt werden. In einer insgesamt faden ersten Halbzeit sorgte Kaufs Distanzschuss in der 20. Minute ebenfalls für Gefahr: Degen hatte eine Freistoßflanke zu kurz geklärt.

Die folgende Viertelstunde gehörte dann aber dem BVB, der endlich etwas zielstrebiger nach vorn spielte. Wörns hätte sein Team in Führung bringen können, doch der Kopfball des Kapitäns nach Dedes Freistoßhereingabe ging deutlich am Ziel vorbei (26.). Im Anschluss an eine schwache Ecke landete der Ball bei Kringe, doch der Allrounder legte sich den Ball im Strafraum mit der Brust zu weit vor, so dass Keeper Hain klären konnte (32.).

Die Schlussphase des ersten Durchgangs ging dann wieder an die Arminia. Nach Metzelders Kopfballabwehr waren sich Tinga und Wörns nicht einig, Zuma - 14 Meter vor dem Tor stehend - bedankte sich mit einem strammen Vollspannschuss, den Weidenfeller jedoch parieren konnte.


Nach dem Seitenwechsel änderte sich wenig am Bild: Bielefeld - jetzt mit Tesche deutlich weiter rechts und damit direkt gegen Kringe - investierte mehr, Dortmund beschränkte sich darauf, sicher stehen zu wollen, was aber nicht immer gelang. Insbesondere dann nicht, wenn sich die Mannschaft im Vorwärtsgang befand und wie in der 62. Minute durch Kruska einen für Westermann leicht durchschaubaren Risikopass spielte. Die Arminia konterte in dieser Szene über Böhme, Westermann war mitgelaufen, stand frei im Strafraum, scheiterte aber am bravourösen Weidenfeller, ehe Wörns vor Zuma klären konnte.

Zuvor hatte Wichniarek Weidenfeller mit einem "Flatterball" aus 19 Metern zu einer weiteren Parade gezwungen (55.), auf der anderen Seite sich aber auch die Riesenchance zur Führung für den BVB geboten: Nach einem katastrophalen Abwehrschnitzer kam Kringe am linken Fünfmetereck zum Schuss, doch er konnte den Ball nicht im leeren Tor unterbringen (59.).

In den letzten 20 Minuten gewann das Spiel zwar nicht an Klasse, aber an Rasanz. Die Ereignisse überschlugen sich. Valdez, von Degen in Szene gesetzt, zog aus elf Metern ab, doch Hain parierte mit einem klasse Reflex (73.). Drei Minuten später war die Arminia am Zug: Der eingewechselte Eigler bediente den ebenfalls frischen Marx, doch der scheiterte freistehend aus 16 Metern an Weidenfeller.

Und dann passierte es: Kamper, wenige Sekunden im Spiel, kurvte von der linken Seite nach innen, zog aus 20 Metern ab, der Ball wurde noch leicht abgefälscht, sprang auf dem nassen Rasen auf und schlug unhaltbar für Weidenfeller im rechten, unteren Eck ein (79.). Amoah und Saka kamen zwar noch ins Spiel, doch der BVB zu keiner Torchance mehr.


Ausblick:
Vier Auswärts- und drei Heimspiele stehen noch an: Am Ostersamstag tritt der BVB bei Alemannia Aachen an. Eine Woche später (Sonntag, 15. April, 17 Uhr) gastiert Werder Bremen im fast ausverkauften Signal Iduna Park.

1 Kommentar 1.4.07 21:35, kommentieren

2:3 - BVB verzweifelt am Abwehrbollwerk -

Borussia Dortmund hat nach den Patzern von Nürnberg, Berlin und Hannover die wohl letzte Chance verpasst, doch noch auf den internationalen Zug zu springen. Im Gegenteil: Nach der 2:3 (1:1)-Heimniederlage gegen den FC Energie Cottbus sind die Schwarzgelben jetzt punktgleich mit den Lausitzern und haben nur noch zwei Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz.

4.100 Zuschauer im Signal Iduna Park sahen eine erste Halbzeit, in der die Gäste durch einen frühen Treffer von Munteanu (6.) in Führung gingen. Der mehr als verdiente Ausgleich gelang Alexander Frei in der 42. Minute. Nach dem Seitenwechsel ging Energie durch einen Foulelfmeter von Munteanu erneut in Führung (56.), wenig später erhöhte Shao nach einem Konter für die Gäste (65.). Die Schlussoffensive des BVB kam zu spät, Alex Frei gelang nur noch der Anschlusstreffer (86.). In der letzten Minute erkannte Schiedsrichter Rafati einen möglichen dritten Treffer des Schweizers wegen Abseits nicht an.

Ausgangslage:
Drei Plätze und drei Punkte trennten den Tabellenneunten Borussia Dortmund vom Zwölften FC Energie Cottbus. Der BVB hatte zwei seiner drei Heimspiele in der Rückrunde gewonnen, Cottbus seit dem 21. Oktober 2006 (2:1 in Aachen) das gegnerische Stadion nicht mehr als Sieger verlassen. Die Auswärtsbilanz war mit neun Punkten (Siege in Bochum und Aachen, Remis in Bremen, Wolfsburg und Hamburg) die viertschlechteste in der Liga.

Personalien:
Ohne die gesperrten Dede, Degen und Valdez sowie ohne den verletzten Pienaar, dafür aber mit Wörns und Kehl konnte Trainer Röber planen, der gegenüber dem 2:4 von Hannover noch einen dritten Wechsel vornahm: Brzenska lief für Amedick auf. Dies hatte drei Gründe: Amedick wäre nach längerer Pause im Januar und Februar neben Wörns und Kehl der dritte Borusse gewesen, der noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte ist. Zudem ist das Pärchen Wörns/Brzenska eingespielt, und schließlich wollte Röber eine Option auf der Bank haben, um dem Spielverlauf entsprechend reagieren zu können.

Cottbus musste auf den Gelb gesperrten Gunkel und auf den verletzten Mitreski verzichten. Da Silva war wieder dabei und übernahm den zentralen Part vor der Abwehr, zudem kam der offensive Baumgart für Küntzel neu ins Team.

Taktik:
Im 4-4-2-System der Gastgeber übernahm Metzelder den rechten Part in der Vierer-Abwehrkette, Brzenska und Wörns verteidigten im Zentrum, Kringe auf der linken Seite. Kehl kehrte in seinem ersten Spiel von Beginn an seit dem 11. August 2006 auf seine Stammposition zentral vor der Abwehr zurück, Sahin (links) und Ricken (rechts) übernahmen die Halbpositionen, Tinga überraschend den Part direkt hinter den Spitzen (Smolarek/Frei). Den Außenverteidigern kam der Part zu, die offensiven Mittelfeld-Außen des Gegners (Munteanu/Baumgart) zu attackieren, während Ricken und Sahin auf Vorstöße der Cottbuser Außenverteidiger zu achten hatten.

Spielverlauf & Analyse:
Borussia Dortmund wurde von frechen Cottbussern kalt erwischt: Kioyo eroberte sich den Ball in der Hälfte des BVB, schickte Radu steil an die Strafraumgrenze, der legte per Hacke ab auf Munteanu. Eiskalt vollstreckte der Rumäne zum 0:1 (6.), sein bereits achtes Tor in dier laufenden Saison. Der frühe Führungstreffer kam den Gästen wie gerufen: Nun konnten sich sie komplett in ihrer eigenen Hälfte einigeln und auf Konter über ihre schnellen Spitzen lauern.

Der BVB verfiel gegen das Abwehrbollwerk aus der Lausitz trotzdem nicht in Hektik. Nach knapp 20 Minuten erhöhten die Borussen die Schlagzahl und erspielten sich eine Reihe guter Chancen durch Frei (17.), Metzelder (20.) und Markus Brzenska (21.). Dessen Kopfball nach einer Ecke von Alexander Frei konnten die Cottbusser gerade noch von der Linie klären. Auch in der Folge blieb der BVB die haushoch überlegene Mannschaft auf dem Feld, einzig mangelte es an überraschenden Elementen, um die kompakte Defensive der Gäste entscheidend in Bedrängnis zu bringen.

Kurz vor der Pause wurde die schwarzgelbe Dominanz belohnt: Wörns schlug einen langen Ball aus der eigenen Abwehr, Smolarek verlängert per Hinterkopf von der Strafraumgrenze auf Frei. Diese Chance ließ sich Borussias Torjäger nicht nehmen: Per Drehschuss ließ er seinem Gegenspieler Mc Kenna und Energie-Torwart keine Chance und vollstreckte aus knapp 13 Metern zum mehr als verdienten 1:1-Ausgleich für den BVB (42.). Mit seinem bereits 10. Saisontor rückte der Schweizer den Verlauf der ersten Halbzeit wieder gerade, allein schon im Eckenverhältnis (10:0) spiegelte sich die Überlegenheit der Borussen wider.


In den ersten Minuten nach der Pause begann der BVB stark, versäumte es aber, bei einer Chance durch Frei in Führung zu gehen (47.). Das taten dagegen die Cottbuser, wenn auch unter leichter Mithilfe des Schiedsrichters. Nachdem Christian Wörns seinen Gegenspieler Radu in der 50. Minute im Strafraum ohne Folgen umgestoßen hatte, deutete Babak Rafati erst beim nächsten, wesentlich harmloseren Strafraumduell zwischen den beiden auf den Elfmeterpunkt (55.). Munteanu trat an und ließ Roman Weidenfeller bei seinem Schuss ins linke Eck keine Chance: 1:2 - die erneute Führung für die Gäste (56.).

Diesen Rückstand verdauten die Borussen nicht so gut wie im ersten Durchgang, ihr Spiel wirkte nun nervös und zu durchschaubar. Alexander Frei hatte Pech, als sein Freistoß in der 63. Minute knapp über die Latte ging. Und dann fingen sich die Schwarzgelben auch noch einen der gefürchteten Energie-Konter: Radu umkurvte Weidenfeller und legte auf Jiayi Shao zurück. Trotz Dortmunder Überzahl kam der Chinese im Strafraum frei zum Schuss und erhöhte zum 3:1 für die Gäste.

Die Verunsicherung der Schwarzgelben war dagegen komplett, es lief nur noch wenig zusammen. Jürgen Röber reagierte und ging mit einem Doppelwechsel (Amedick für Kehl und Saka für Wörns) in der Schlussphase aufs Ganze (81.). Diese Belebung der Offensive zeigte ihre Wirkung, und wieder war es Alexander Frei, der den BVB mit seinem elften Saisontreffer zum 2:3 nach Vorlage von Tinga zurück ins Spiel brachte (86.).

Der BVB warf nun alles nach vorne, und nur drei Minuten später jubelten die 64.100 Zuschauer im SIGNAL IDUNA PARK nach einem Kopfballtreffer von Alexander Frei erneut (89.). Doch der Jubel kam zu früh, Schiedsrichter Babak Rafati erkannte den Treffer nicht an. Frei hatte bei der Flanke von Tinga im Abseits gestanden; eine hauchdünne, wenn auch richtige und damit bittere Entscheidung für den BVB. Denn wenig später beendete Rafati die Partie.

Ausblick:
Am kommenden Samstag (10. März) tritt der BVB im "kleinen Revierderby" beim VfL Bochum an, der gestern mit 0:3 in Bremen verlor und auf den vorletzten Platz zurückfiel. In Bochum kann Jürgen Röber wieder auf Dede, Degen und Valdez zurückgreifen.

5.3.07 14:27, kommentieren

Der absolute Wahnsinn

HANDBALL DHB-Team wird von 700 Fans am Quartier empfangen Linksaußen Dominik Klein: "Das kann dir keiner mehr nehmen"

WIEHL · Als er die ständigen Fragen nach den Siegchancen für das Endspiel gegen die Polen (Sonntag, 16.30 Uhr/ARD) langsam Leid war, gab sich Markus Baur geschlagen. "Na gut", grinste der Kapitän der deutschen Handball-Nationalmannschaft. Das Endspiel machen wir nicht mehr mit. Wir geben auf."

Eine Aussage, die gestern im Hotel "Zur Post" in Wiehl nicht mehrheitsfähig war. Locker und gelöst, als wäre ihnen eine Zentnerlast von den Schultern gefallen, versuchten die Spieler des frisch gebackenen WM-Finalisten die Ereignisse der vergangenen 24 Stunden zu verarbeiten. Das Jahrhundert-Halbfinale gegen die Franzosen. Die grenzenlose Jubel-Party in der Kölnarena. Und den Empfang, der sie nach der Rückkehr am Hotel "Zur Post" in Wiehl erwartet hatte. Rund 700 Fans warteten dort auf den Teambus, bildeten ein Spalier für das DHB-Team. "Das war der absolute Wahnsinn, überall diese strahlenden Gesichter", war Linksaußen Dominik Klein auch am Morgen danach noch sichtlich beeindruckt. "Ich habe mir ein Megaphon geschnappt - und die Meute hat mitgesungen. Humba, Humba, Täterä. Riesig. Das kann dir keiner mehr nehmen."

Mit einem Feuerwerk war die Mannschaft nach dem 32:31-Herzstillstand-Halbfinale (nach zweimaliger Verlängerung) von den Fans empfangen worden, bis in die Nacht haben sie danach noch zusammengesessen. "An Schlafen war gar nicht zu denken", sagte der sichtlich von den Strapazen gezeichnete Torsten Jansen. "Erst haben wir noch im Besprechungsraum gesessen und dann in kleineren Gruppen auf den Zimmern ferngesehen - da lief überall Handball, unglaublich." So viel davon, dass es für Christian Zeitz irgendwann genug war. "Ich wollte einfach nur noch etwas anderes sehen", sagte er. "Dann bin ich auf Eurosport beim Pokern hängen geblieben. Aber die Kartenbilder waren auf meinem kleinen Fernseher kaum zu erkennen, da bin ich eingeschlafen."

Gestern gab der Bundestrainer seinen Spielern frei. Kein Training, keine Mannschaftsbesprechungen und vor allem kein Wecken: "Wir durften so lange schlafen wie wir wollten", sagte Torsten Jansen, der im Spiel gegen die Franzosen bis an seine körperlichen Grenzen gegangen war. So weit, dass er zum Ende der regulären Spielzeit gegen die Franzosen zur Bank gegangen war und Heiner Brand signalisierte, dass er nicht mehr kann. "Als Toto kam und gesagt hat, dass er platt ist, haben wir noch kurz besprochen, was zu tun ist - dann bin ich raus", schilderte Dominik Klein, der gleich mit einem Kempa-Trick ins Spiel geflogen kam. "Ich habe ja vorher so viel Leidenschaft auf der Bank gezeigt, dass ich schon heiß war, als ich reingekommen bin."

Heiß war auch Andrej Klimovets, doch musste sich der Kreisläufer im bisherigen Turnierverlauf aufgrund einer Wadenverletzung nur mit sporadischen Einsätzen zufrieden geben. Umso überraschender, dass "Klimo" gegen die Franzosen plötzlich für den bisher überzeugenden Sebastian Preiß zum Einsatz kam. "Ich habe dann alles versucht", sagte der 32-jährige Routinier, der vor allem in der Defensive an der Seite von Oliver Roggisch einen überragenden Part gegen Karabatic und Narcisse gespielt hatte. "Heiner hat uns gesagt, dass wir dieser Partie nur gewinnen, wenn wir in der Abwehr 100 Prozent geben. Das haben wir gemacht."

1 Kommentar 5.2.07 13:47, kommentieren

0:1 - VfB entführt drei Punkte nach Schwaben -

Nächster Rückschlag für den BVB! Vier Tage nach dem 0:1 beim FSV Mainz verlor der BVB auch das Heimspiel gegen den VfB Stuttgart und kassierte beim 0:1 (0:0) gegen den Tabellendritten bereits die dritte Heimniederlage in dieser Saison. Die mit dem Sieg gegen Bayern München erzeugte Aufbruchstimmung ist verflogen, die Aufholjagd Richtung UEFA-Cup abrupt beendet. In einem insgesamt schwachen Spiel erzielte Mario Gomez in der 59. Minute das einzige Tor des Abends.


63.000 Zuschauer im Signal Iduna Park sahen eine ereignisarme Partie. Torszenen waren im ersten Durchgang bis auf wenige kleinere Chancen Mangelware. Nachdem ein Kopfball von Christoph Metzelder in der zweiten Halbzeit gerade noch von der Linie gekratzt werden konnte, köpfte ein sträflich allein gelassener Mario Gomez beim direkten Gegenstoß der Schwaben das einzige Tor des Abends (59.). Dem BVB mangelte es zwar nicht an Engagement, aber insgesamt zu sehr an Ideen und Konsquenz im Spielaufbau.


Ausgangslage:
Beide Klubs waren mit einem (Heim-)Sieg und einer (Auswärts-)Niederlage in die Rückrunde gestartet: Der VfB hatte Bielefeld mit 3:2 bezwungen und in Nürnberg (1:4) eine deutliche Pleite kassiert. Bayern-Bezwinger Borussia Dortmund unterlag am Mittwoch in Mainz (0:1). Bis Mitte November war der VfB auswärts unbesiegt, in den folgenden vier Spielen hatte es keinen Dreier, aber zwei Niederlagen gegeben.

Personalien:
Beide Teams traten in exakt der gleichen Aufstellung an wie am Spieltag zuvor. Smolarek und Wörns fehlten beim BVB mit Faserrissen in Oberschenkel bzw. Wade. Auch Amedick war wegen Achillessehnenbeschwerden nicht dabei. Für ihn rückte Amoah in den Kader. Beim VfB standen Tasci (Rotsperre), Farnerud und Khedira (beide Trainingsrückstand) nicht zur Verfügung.

Taktik:
Beide Mannschaften begegneten sich in exakt der gleichen Grundordnung (4-4-2 mit einer "Raute" im Mittelfeld). Kruska hatte es dabei direkt mit VfB-Spielmacher da Silva zu tun, auf den Halbpositionen begegneten sich Tinga und Hitzlsperger sowie Kringe und Hilbert, Pienaar wurde von Pardo übernommen. Während Stuttgarts Angreifer häufig rochierten, attackierte Valdez meist über die rechte, Frei über die linke Seite. Hier lag bei einem Blick auf die Statistik der Schlüssel zum Sieg: Stuttgart hatte sich bislang jedes zweite Gegentor über die rechte Abwehrseite eingefangen (12 von 24), der BVB die höchste Quote über außen eingeleiteter Treffer (20 von 24).

Spielverlauf & Analyse:
Wie gegen die Bayern sollten die Borussen auch gegen den VfB Stuttgart das Publikum begeistern - so hatte das zumindest Jürgen Röber unter der Woche gefordert. Diese Vorgabe ihres Trainers konnten die Borussen im ersten Durchgang nicht recht in die Tat umsetzen: Der BVB fand im Spielaufbau nicht zu einer konstruktiven und vor allem konsequenten Linie. Oft waren es auch kleinere Abstimmungsschwierigkeiten oder Fehlpässe, die das Spiel der Borussen aus dem Tritt brachten. Wenn mal etwas ging, dann mit schnellen Kombinationen über die Außen. Doch sowohl Alexander Frei (18.) als auch Steven Pienaar (25.) scheiterten mit ihren Kopfbällen im Strafraum an Nationaltorwart Timo Hildebrand.

Auch von den Gästen aus Stuttgart war wenig zu sehen; sie waren vorrangig darauf bedacht, den BVB im Spielaufbau zu stören. Weder Hitzlsperger (5.), noch Cacau (12.) und Gomez (33.) konnten Roman Weidenfeller nach schnellen Gegenstößen ernsthaft in Gefahr bringen. Nach exakt 45 Minuten pfiff Schiedsrichter Dr. Markus Merk eine schwache und ereignisarme Halbzeit ab.

Nach dem Seitenwechsel begannen die Borussen druckvoller, wenn auch die erste Chance den Gästen gehörte: Nach einer Ecke von Thomas Hitzlsperger konnte Tinga einen Kopfball des VfB-Stürmers Cacau in letzter Sekunde auf der Linie klären. Jürgen Röber wollte dem Spiel seiner Mannschaft nun im Mittelfeld neue Impulse und mehr Dynamik verleihen und bescherte Sebastian Kehl nach fast halbjähriger Verletzungspause sein Comeback. Unter dem Jubel der 63.600 Zuschauer im SIGNAL IDUNA PARK lief der WM-Held des vergangenen Sommers in der 58. Minute für Marc Kruska aufs Feld.

Und Kehl war noch keine ganze Minute auf dem Feld, da überschlugen sich die Ereignisse des Spiels für eine kurze Weile: Während ein wuchtiger Kopfball von Christoph Metzelder gerade noch von der Linie des Stuttgarter Tores gekratzt werden konnte (59.), ließ die Dortmunder Defensive beim direkten Gegenstoß der Schwaben Ludovic Magnin unbedrängt von der linken Seite flanken. Der im Strafraum von beiden Dortmunder Innenverteidigern völlig allein gelassene Mario Gomez hatte selbst im Fallen nur wenig Mühe, die Flanke per Kopf im Tor von Roman Weidenfeller unterzubringen - 0:1 aus Sicht des BVB in der 59. Minute.

Mangelndes Engagement war den Borussen in der Folge nicht vorzuwerfen, optisch schienen sie den Schwaben mitunter sogar überlegen, doch es fehlten die Ideen und die spielerische Linie im Mittelfeld. Torraumszenen waren eigentlich Mangelware, wenn etwas geschah, fehlte den Zuspielen oder Schussversuchen die letzte Konsequenz. Auch den beiden Außenverteidigern Dede und Philipp Degen gelang es während der gesamten Partie nicht, sich entscheidend in das Offensivspiel miteinzuschalten. Daran änderten auch die Einwechslungen von Nuri Sahin für Steven Pienaar (67.) und Amoah für Tinga (80.) nichts mehr. Schiedsrichter Merk pfiff das Spiel nach 90 Minuten ab, der BVB kassierte seine insgesamt 12. Heimniederlage gegen den VfB Stuttgart und blieb gegen die Schwaben zum insgesamt 11. Mal ohne Treffer im eigenen Stadion.

Ausblick:
Am kommenden Samstag tritt der BVB beim HSV an. Nächster Heimgegner ist am 17. Februar Borussia Mönchengladbach.

5.2.07 13:36, kommentieren

Die "Gelbe Wand" ist wieder da


Das neue Banner wurde heute von den Fans enthüllt

5.2.07 13:34, kommentieren