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Sport

0:1 - BVB kassiert absolut unnötige Niederlage in Mainz

Nicht schon wieder! Borussia Dortmund hat es wieder einmal verpasst, einem Heimsieg einen Auswärtsdreier folgen zu lassen. Beim 1. FSV Mainz 05 verlor der BVB vor 20.300 Zuschauern im ausverkauften Stadion Am Bruchweg nicht unverdient mit 0:1 (0:0) und kassierte damit die erste Niederlage unter Trainer Jürgen Röber.



Schütze des einzigen Tores war der ehemalige Bremer Leon Andreasen, der in der 62. Minute einen Foulelfmeter sicher verwandelte. Zuvor hatte Christoph Metzelder den eingewechselten Tschechen Petr Ruman an der Strafraumkante zu Fall gebracht. Die beste Chance zum Ausgleich vergab Florian Kringe, der an Dimo Wache scheiterte (79.).


Ausgangslage:
Der FSV und der BVB starteten beide mit einem Sieg in die Rückrunde. Borussia Dortmund gewann gegen den FC Bayern München (3:2), Mainz holte einen "Dreier" beim VfL Bochum (1:0). Im Hinspiel trennten sich beide Vereine fast schon traditionsgemäß mit 1:1. Vier von fünf Partien endeten mit diesem Resultat. Nur einmal konnte der BVB gewinnen, am 26. Februar 2005 zu Hause mit 3:0.


Personalien:
Erstmals seit dem 11. August 2006 stand Sebastian Kehl wieder im Bundesligakader von Borussia Dortmund. "Ich möchte, dass Sebastian wieder etwas näher an die Mannschaft rückt", begründete Jürgen Röber diesen Schritt. Dem BVB fehlten in Mainz Christian Wörns, Ebi Smolarek (beide Faserriss), David Vrzogic und Meier (beide Kreuzbandriss). Matthew Amoah stand erneut nicht im Kader. Die Gastgeber mussten auf Marco Rose und Neuzugang Mohamed Zidan (Muskelverletzung im Gesäß) verzichten. Für ihn stürmte Marius Niculae von Beginn an an der Seite von Imre Szabics.


Taktik:
Beide Teams traten in einem 4-4-2-System an. Während die 05er im Mittelfeld auf einer Linie agierten, in der sich Pekovic allerdings häufig in die Defensive zurückfallen ließ und Pienaar übernahm, spielte die Borussia mit einer Raute. Im Angriff lautete die Zuordnungen Frei gegen Noveski und Valdez gegen Friedrich.


Spielverlauf und Analyse:
"Es darf nicht sein, dass Mainz allein die größere Leidenschaft und ein Plus an Laufarbeit reicht, um uns zu schlagen", sagte Sportdirektor Michael Zorc vor der Partie. Auch Trainer Jürgen Röber wies darauf hin, dass es "dumm wäre, nach dem Bayern-Sieg "jetzt nicht nachzulegen". Dementsprechend mutig begann die Borussia auch vor 20.300 Zuschauern im ausverkauften Bruchwegstadion.


Florian Kringe hatte bereits in der fünften Minute eine zündende Idee und schickte Nelson Valdez. Der Paraguayer, der in der Bundesliga im Trikot von Werder Bremen vor fast exakt einem Jahr (4. Februar 2006) einen Doppelpack gegen Mainz erzielte hatte, fand aber in Keeper Dimo Wache seinen Meister. Mit zunehmender Spielzeit gewannen die 05er allerdings deutlich an Oberwasser. In einer intensiv geführten Partie wirkten sie bissiger, in den Zweikämpfen überlegen.


Torchancen aus dem Spiel heraus gab es für die Mainzer jedoch nicht: Gerber scheiterte mit einem Distanzschuss an Weidenfeller (32.). Und in der 22. und 41. Minute kam Noveski nach Eckbällen gefährlich zum Kopfball, der Ball ging aber zwei Mal knapp am Pfosten vorbei. Apropos Noveski: Der Mazedonier schlug Mitte der ersten Halbzeit Alex Frei den Ellenbogen ins Gesicht, durfte jedoch weiterspielen, weil Schiedsrichter Dr. Helmut Fleischer die Situation nicht sah. Erst TV-Bilder entlarvten Noveski.


Kurios: Auch wenn Borussia Dortmund bis zur Pause nicht wie noch beim 3:2 gegen die Bayern auf den Außen zum Zuge kam und im Mittelfeld zu viele Fehlpässe produzierte, hatte der BVB die klareren Tormöglichkeiten. Kringe per Kopf (28.) und Frei (44.) scheiterten an Wache.


Nach dem Seitenwechsel verfielen die Schwarzgelben immer mehr in den Trott der Hinrunde. Die Borussen nicht zwingend genug, investierten zu wenig. Ganz anders die Mainzer, die dem BVB mit Kampfgeist und Willen die Stirn boten, und dafür belohnt wurden. In der 61. Minute ging der kurz zuvor eingewechselte Petr Ruman nach einem Kontakt mit Metzelder im Strafraum zu Boden. Schiedsrichter Dr. Fleischer erkannte auf Strafstoß. Leon Andreasen, im Winter von Werder Bremen zu den Rheinhessen gewechselt, verwandelte sicher zum 1:0 (62.).


Nach dem nicht unverdienten Rückstand, wurden die Borussen, bei denen Sahin und Ricken für Pienaar und Tinga eingewechselt wurden, stärker. Der BVB zwar mit mehr Ballbesitz, kam aber nur noch zu einer echten Chance durch Kringe, die Dimo Wache mit einem Blitz-Reflex vereitelte (79.).


Ausblick:
Bereits am Sonntag trifft der BVB im SIGNAL IDUNA PARK auf den VfB Stuttgart, der in der Rückrunde beim 1. FC Nürnberg verlor (1:4), am Dienstag aber Arminia Bielefeld mit 3:2 bezwang. Karten für dieses Spiel können Sie hier bequem online bestellen.

1.2.07 21:01, kommentieren

3:2 - Zwei Tore, eine Vorlage: Alex Frei

Der Tempel an der Strobelallee erbebte in seinen Grundfesten, als Manuel Gräfe um 22.27 Uhr den Klassiker abpfiff. Mit einem 3:2 (1:2)-Sieg über den Deutschen Meister FC Bayern München sind Borussia Dortmund und seinem neuen Cheftrainer Jürgen Röber ein traumhafter Start ins Fußballjahr 2007 geglückt. In einem packenden Spiel mit wechselnden Führungen sicherte Alex Frei mit zwei Toren und einer Vorlage den Sieg, den Tinga mit seinem Treffer zum 3:2 perfekt machte.

81.000 Zuschauer sorgten für eine prickelnde Atmosphäre auf den Rängen. Sie sahen ein kampfbetontes Spiel, in dem beide Teams ihre jeweils erste richtige Chance zum Torerfolg nutzten: Frei traf zum 1:0 (12.), van Buyten zum 1:1 (25.). Danach Bayern überlegen und mit der Führung noch vor der Pause durch Makaay (42.). Doch der BVB kämpfte sich zurück und bejubelte in der 57. und 59. Minute einen Doppelschlag durch Frei und Tinga zum 3:2.

Ausgangslage:
Elf Punkte trennten den Neunten Borussia Dortmund vom Dritten Bayern München, der aus den letzten vier Spielen vor der Winterpause zehn von zwölf möglichen Zählern geholt hatte, während der BVB zum Jahresende 2006 schwächelte und drei der fünf Saisonniederlagen an den letzten fünf Spieltagen vor Weihnachten hinnehmen musste. Der BVB geht mit neuem Trainer (Jürgen Röber) und mit neuer Begeisterung ins Spiel: "Die Luft muss brennen!"


Valdez kam in der 2. Halbzeit für den lädierten Smolarek.
Personalien:
Beim BVB fehlten die Stammspieler Wörns (Muskelfaserriss in der Wade) und Kehl (Nachwirkungen einer Knieverletzung). Frei, Valdez, Smolarek, Amedick und Ricken standen nach Verletzungspausen wieder zur Verfügung, auch wenn sie noch nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte waren. Die Bayern mussten lediglich Abwehrspieler Ismael ersetzen und begannen recht überraschend mit Karimi in der ersten Elf.

Taktik:
Beide Mannschaften begegneten sich in exakt gleicher taktischer Grundordnung: Einem 4-4-2-System mit rautenförmig angeordnetem Mittelfeld, in dem Kruska auf Schweinsteiger, Tinga halbrechts auf Karimi, Kringe halblinks auf Salihamidzic und vorne Pienaar auf van Bommel trafen, wobei sich Münchens "Sechser" deutlich häufiger in die Offensive traute als Kruska beim BVB. In der Innenverteidigung hatte es Metzelder zumeist mit Makaay zu tun, Brzenska mit Pizarro. Von den Außenverteidigern Dede (nutzte seine Räume zu Vorstößen wie beim 1:0 und 2:2) und Degen kam dem Schweizer der sicherlich schwierigere Part zu, weil Schweinsteiger mitunter weit nach links auswich und diese Seite damit doppelt besetzt war. Dennoch: Über rechts lief beim BVB zu wenig, gelungene Spielzüge hatten ihren Ursprung meist auf der linken Seite.

Das 1:1 durch van Buyten. Tinga (vorn) hatte den Ball unglücklich verlängert, Brzenska (l.) kam einen Schritt zu spät.
Spielverlauf & Analyse:
Zwölf Minuten war die Partie gegen den FC Bayern alt, da stand der SIGNAL IDUNA PARK schon Kopf: Leonardo Dede setzte sich über die linke Seite durch und flankte halbhoch in den Strafraum, ohne Mühe setzte sich Alex Frei gegen Philipp Lahm im Kopfballduell durch und drückte den Ball in die Maschen: 1:0 für den BVB, das siebte Saisontor des Schweizers. Wie wertvoll der Treffer war, verrät ein Blick in die Statistik: Es war erst das erst sechste Gegentor gegen den FC Bayern nach einem Angriff über die Außenpositionen. Der Vorgabe ihres neuen Trainers Jürgen Röber, Begeisterung im eigenen Stadion zu entfachen, schienen die Schwarzgelben mit einem verbesserten und klarer strukturierten Mittelfeld nachkommen zu wollen. Es waren ahnsehnliche Kombinationen, die sich über Steven Pienaar und Tinga in den ersten 20 Minuten entfalteten.

Doch die Antwort der Bayern ließ nicht lange auf sich warten: Willy Sagnol brachte einen Freistoß aus knapp 35 Metern hoch in den Strafraum (25.), Tinga verlängerte unglücklich per Kopf, der allein gelassene Daniel van Buyten schob den Ball über die Linie: 1:1 - der Ausgleich der Bayern mit ihrer ersten Chance. Mit dem Treffer übernahmen die Bayern gegen die nun verunsicherten Borussen zusehends die Kontrolle über das Spiel.

Während dem BVB bei den Chancen von Hasan Salihamidzic (26.) und Lucio (35.) noch das Glück zur Seite stand, schlug in der 42. Minute der BVB-Schreck Makaay eiskalt zu: Der Holländer setzte sich nach einer Flanke von Salihamidzic gegen Degen und Brzenska durch und schob den Ball durch die Beine von Roman Weidenfeller ins Dortmunder Gehäuse. Der Holländer profitierte von einem Fehler Brzenskas, der den sicher geglaubten Ball nicht konsequent genug abgeschirmt hatte. Es war bereits der siebte Treffer des Holländers in den letzten sechs Spielen gegen Borussia Dortmund.

Pikantes Detail am Rande: Hätte Schiedsrichter Manuel Gräfe konsequent gepfiffen, hätten die Bayern die ersten 45 Minuten nicht mit elf Spielern beenden dürfen. Denn Mark van Bommel, der die Partie schon im Vorfeld verbal aggressiv angegangen war, hatte Florian Kringe nach nur zwei Minuten mit einem rüden Foul von den Beinen geholt. Doch statt Gelb zu zeigen, beließ es Gräfe bei einer Ermahnung. Die gelbe Karte zeigte er van Bommel erst nach seinem zweiten schweren Foul in der 38. Minute gegen Steven Pienaar.

Die Bayern strauchelten in den ersten 20 Minuten, aber sie fielen nicht. Zweikampf zwischen Frei und van Bommel, der in der 38. Minute eigentlich Gelb-Rot hätte sehen müssen.
Zur Halbzeit musste Jürgen Röber verletzungsbedingt auswechseln: Für den angeschlagenen Ebi Smolarek kam der nach einer Knieverletzung genesene Nelson Valdez in die Partie. Auch die Bayern tauschten, für Salihamidzic kam der defensivere Martin Demichelis. Die Borussen starten in die zweite Hälfte so fulminant wie in die erste: Wieder setzte sich Dede über links durch, wieder flankte der Brasilianer in den Strafraum, wieder stand Frei im Strafraum bereit, und wieder landete der Ball nach einem Kopfball des Schweizers hinter Oliver Kahn: 2:2-der umjubelte Ausgleich im SIGNAL IDUNA PARK (57.). Und der Unterschied zur 1. Halbzeit und vielleicht sogar zur gesamten Hinrunde? Diesmal legten die Borussen direkt einen Treffer nach!

Die Zuschauer hatten sich noch nicht richtig vom Jubeln erholt, da war es erneut Alex Frei, der nach einer Ecke von Marc Kruska die Bayern in Bedrängnis brachte: Sein Kopfball sprang von den Füßen Ali Karimis zu Tinga, der das Leder über die Linie des Bayern-Gehäuses drückte (59.) - 3:2, die erneute Führung für den BVB, gleichzeitig das dritte Tor, an dem der Schweizer Nationalspieler direkt beteiligt war. Nun brannte die Luft im Stadion endgültig, wie es Jürgen Röber beschrieben hatte, und auch die Zahlen belegten, dass sich in Dortmund jetzt endgültig "etwas gedreht" hatte: Zum ersten Mal seit einem Jahr schoss der BVB wieder mehr als zwei Treffer im heimischen Stadion, und das geschah nicht gegen irgendwen, sondern gegen den Rekordmeister der Bundesliga.

Besonders das Mittelfeld zeigte sich gegen den FC Bayern im Vergleich zur Hinrunde klar verbessert und mit einer konsequenteren Spiellinie. Und so störte es die 81.000 Zuschauer im restlos ausverkauften SIGNAL IDUNA PARK auch nicht, als die Borussen in der Schlussphase der Partie defensiver agierten und sich auf das Konterspiel verlegten. Doch dem Deutschem Meister gelang es an diesem Abend nicht mehr, sich gegen die gut stehenden Borussen entscheidend in Szene zu setzen. Unter dem ohrenbetäubenden Jubel der schwarzgelben Fans pfiff Schiedsrichter Gräfe die Partie nach 90 Minuten ab: 3:2 gegen den FC Bayern, ein verrücktes Spiel und gleichzeitig sensationeller Einstand für Dortmunds neuen Trainer Jürgen Röber!

1 Kommentar 27.1.07 12:54, kommentieren

Gelbe Wand Banner über der Südtribüne



Hallo BVB-Fans,

seit Mai 2005, eine Woche nach dem ersten Derbysieg nach langer Durststrecke, schmückt unsere Südtribüne das von uns angefertigte Banner „Gelbe Wand Südtribüne Dortmund“. Dieses Banner haben wir der Tribüne, dem Verein bei diesem Spiel geschenkt, zusammen mit der 4.000 Doppelhalter Aktion. Nur für Reparaturarbeiten und die Zeit der Kommerz-WM mussten wir das Banner abhängen. Seit letzten Freitag ist es nun verschwunden. Verschwunden? Nein, es wurde gestohlen. Feige und unehrenhaft geklaut am Freitag.

Hartnäckigen und aus verschiedenen Quellen stammenden Gerüchten zufolge ist die 60 Meter lange Fahne nun in Gelsenkirchen gelandet, sicherlich wird sie uns da am 10.12. unter die Nase gehalten.

Die Fahne stand für eine Idee, für die Idee einer gelben Wand, einer geeinten Tribüne, die wie eine Wand hinter ihrem Verein und ihrer Mannschaft steht. Für uns alle ist dies ein schwerer Schlag, diese nun in den Händen der blau-weißen Bande zu wissen. Aber die Idee lebt auch ohne diese Fahne, vielleicht durch diesen Schlag mehr als zuvor. Lasst uns schon am Samstag zusammenrücken und die gelbe Wand bilden!

Und da zu kann ich nur sagen
Schalke

16.11.06 19:47, kommentieren

3:1 - Borussia Dortmund feiert in Bremen das

[10.11.] Borussia Dortmund hat am zwölften Spieltag der Fußball-Bundesliga ein erstes, dickes Ausrufezeichen gesetzt. Nach zuletzt vier - überwiegend unbefriedigenden - Unentschieden siegte der BVB beim Tabellenführer Werder Bremen verdient mit 3:1 (1:1) und sammelte einen Gutteil der gegen Bielefeld und Aachen verschenkten Punkte wieder ein. Überragend beim BVB: Roman Weidenfeller.

Aus Bremen berichtet Boris Rupert

42.358 Zuschauer im ausverkauften Weserstadion sahen eine ausgeglichene erste Hälfte, in der der BVB sogar die klareren Chancen besaß und durch Frei verdient in Führung ging (7.). In einer Phase, in der Dortmund Spiel und Gegner im Griff hatte, gelang Klose der Ausgleich (29.). Doch die Borussen blieben am Drücker und gingen in der 53. Minute durch Tinga erneut in Führung. Mitten hinein in eine unglaubliche Bremer Sturm- und Drangphase fiel ein Elfmeterpfiff: Kruska verwandelte zum 1:3 (85.).

Ausgangslage:
Der Erste traf auf den Zehnten, die "Torfabrik" der Liga (30 Treffer) auf die "Alu-Könige" (sieben Mal Pfosten oder Latte). Beide hatten erst zwei Mal verloren, beide waren seit sieben (Bremen) bzw. sechs (Dortmund) Spielen ohne Niederlage geblieben. Entscheidender Unterschied: Werder hatte aus den letzten sieben Spielen 17 Punkte geholt, der BVB nicht einmal die Hälfte (acht). Auch der direkte Vergleich sprach für die Gastgeber, die vier der voran gegangenen fünf Duelle für sich hatten entscheiden können.


Florian Kringe meldete sich rechtzeitig einsatzbereit.
Personalien:
Für den verletzten Degen kam Sahin neu in die BVB-Mannschaft. Weiterhin fehlten Kehl, Metzelder und Ricken. Bremen trat ohne Baumann, Zidan und Owomoyela an. Gegenüber dem 2:1 in Nürnberg gab es bei Werder eine Änderung: Schulz ersetzte Baumann. Borwoski war zwar wieder fit, saß aber auf der Bank.

Taktik:
Wie schon in der Vergangenheit kam den Außenverteidigern im Spiel gegen einen Gegner im 4-4-2-System und Mittelfeld-Raute besondere Aufmerksamkeit zu: Dede auf der linken oder Kringe auf der rechten Abwehrseite im Dortmunder 4-3-3 sollten abwechselnd ins Mittelfeld aufrücken, um nominell Gleichzahl zu schaffen. Kringe hatte es dann mit Schulz, Dede mit Vranjes zu tun, wenn nicht ihre Mittelfeld-Kollegen Tinga und Sahin an diesen Bremern dran waren. Kruska, dem Dritten im Bunde, kam die schwere Aufgabe zu, Werders Spielmacher Diego schon bei der Spielentwicklung zu stören.

Das Verschieben ins Mittelfeld wurde allerdings nicht konsequent umgesetzt, so dass der BVB in diesem Mannschaftsteil häufig in Unterzahl agierte und der Bremer Frings von hinten das Spiel anschieben konnte. Auch in der Innenverteidigung (Amedick, Wörns) gab es keine eindeutigen Zuordnungen, da Klose und Hunt häufig rochierten. In der Offensive orientierte sich Mittelstürmer Frei häufig ins Mittelfeld, um die Außenstürmer Valdez (gegen Womé) und Smolarek (gegen Fritz) in Szene zu setzen. In diesen Phasen wurde aus dem Dortmund 4-3-3 annähernd ein 4-4-2.


Nelson Valdez machte an alter Wirkungsstätte ein starkes Spiel und bereitete das 0:1 durch Alex Frei vor.
Spielverlauf & Analyse:
Zeugwart Frank Gräfen hatte die schwarzen Trikots ausgepackt, in denen die Mannschaft in Stuttgart und in Cottbus gewonnen hatte. Werder drückte die Schwarz-Gelben zu Beginn zwar in die Defensive - meist über die stärkere linke Seite mit dem aktiven Womé -, doch abgesehen von einem Frings-Kracher aus 20 Metern gab es bis Mitte der ersten Halbzeit keine brenzlige Situation zu überstehen. Die Mannschaft stand gut und verstand es, nach Balleroberung blitzschnell umzuschalten, das Mittelfeld mit langen Bällen zu überbrücken und die Stürmer in Szene zu setzen. Der auffällige Sahin fädelte die ersten vier Möglichkeiten ein.

Nachdem Smolarek in der fünften Minute noch knapp über das Werder-Tor geschossen hatte, führte Sahins präzises Zuspiel auf Valdez zum 0:1: Der frühere Bremer setzte sich am rechten Flügel durch, flankte nach innen, Mertesackers Rettungsversuch mutierte zum Querschläger und erstickte damit sämtliche Diskussionen um eine vermeintliche Abseitsstellung, Frei nickte ein zur frühen Führung in der siebten Minute. Es war das bereits sechste Kopfballtor der Borussen in dieser Saison, was zum einen Ligaspitze ist, zum anderen um so bemerkenswerter ob der klein gewachsenen Dortmunder Offensivspieler.

Mit der Führung im Rücken konterten die Gäste gefällig. Valdez stand nach Sahins Zauberpass frei vor dem Bremer Tor, sein Lupfer aber war zu überhastet und landete in Wieses Armen (9.). Vier Minuten später köpfte Smolarek eine Sahin-Flanke knapp am Tor vorbei.

Ausgerechnet ein falscher Einwurf von Kringe leitete den Bremer Angriff zum 1:1 ein. Beim anschließenden Kommunikationsproblem mit Amedick sahen Kringe und der ansonsten sichere Innenverteidiger schlecht aus, Vranjes passte auf Klose, der umkurvte Wörns und schob zum Ausgleich ein (29.). Wörns konnte in dieser Szene auch nicht so hinlangen wie gewünscht, denn der Kapitän war nach zwei Foulspielen an Klose von Schiedsrichter Wack erst früh ermahnt, dann früh verwarnt worden (14.).


Nuri Sahin setzt sich gegen Christian Schulz durch. Der 18-Jährige fädelte das 0:1 und 1:2 ein! Nach hohem Laufpensum musste er nach einer Stunde seinen Platz an Steven Pienaar abtreten.
An den Kräfteverhältnissen änderte dieser Treffer aber wenig. Der BVB hielt weiterhin gut dagegen und hätte in der Schlussphase der ersten Halbzeit mit ein oder zwei Toren in Führung gehen können, sogar gehen müssen: Smolarek setzte sich gegen Naldo durch, schoss aus aussichtsreicher Position aber vorbei (38.). Nach einem Abwehrfehler kam Frei 18 Meter vor dem Tor frei zum Schuss, zielte aber über das Gehäuse (43.). Wenn nicht in dieser Szene, dann aber zwei Minuten später nach Kringes Flanke an den zweiten Pfosten, hätte der Schweizer - diesmal per Kopf - den Ball im Tor unterbringen müssen.

So aber kamen beide Mannschaften mit einem 1:1 aus der Kabine, und der erste Dortmunder Eckball in dieser Partie bescherte in der 53. Minute die abermalige Führung: Tinga netzte Sahins Hereingabe zum 1:2 ein - das zweite Saisontor des Brasilianers. Beinahe aber wäre Bremen der postwendende Ausgleich gelungen, doch Klose köpfte aus fünf Metern in Weidenfellers Arme (55.).

Wenn es etwas zu kritisieren gab, dann waren es Nachlässigkeiten, die sich plötzlich einschlichen. In der Defensive, als Klose nach scheinbar überstandener Situation doch noch zum Schuss kam und Weidenfeller zu einer Glanztat zwang (65.), bei Kontern, denen beim finalen Pass die Präzision (Smolarek, Valdez, Pienaar) fehlte. Der BVB hätte mit einem komfortablen Vorsprung in die Schlussphase gehen können, die von keiner anderen Elf bislang so dominiert wurde wie von Werder (zwölf Saisontore in den letzten 15 Minuten).

Die Borussen konnten sich tatsächlich kaum mehr befreien. Der eingewechselte Almeida zwang Weidenfeller zu zwei Glanzparaden (71./75.), und mit einem irren Reflex rettete der Keeper gegen den frei vor ihm aufgetauchten Klose (83.). Beim anschließenden Eckball rettete Tinga auf der Linie. Werder war jetzt auch mit den Chancen im Plus. Dann die 84. Minute: Valdez kommt im Strafraum zu Fall, Wack zeigt sofort auf den Punkt. Und der erst 18-Jährige Kruska behielt die Nerven und verwandelte zum 1:3.

13.11.06 16:18, kommentieren

Franz Wichmann Deutscher Meister im Schwergewicht

Der dienstälteste Kämpfer des Judo Club Pelkum-Herringen, Franz Wichmann, konnte auf der Deutschen Meisterschaft der Kämpfer über 30 Jahre einen weiteren Erfolg seiner langen und erfolgreichen Karriere hinzufügen.
Franz Wichmann erkämpfte sich am Samstag in Landshut den Deutschen Meistertitel in der Gewichtsklasse +100kg.
In den ersten beiden Kämpfen stand Franz den Kämpfern Jürgen Schulze vom TV Falkenberg und Hans-Jürgen Seßler vom JJV Friedrichshafen gegenüber und konnte beide Kämpfe vorzeitig für sich verbuchen.
Der nächste Kampf gegen den ehemaligen Bundesligakämpfer Arnim Röhl aus Berlin versprach spannend zu werden, jedoch auch diesen Kampf gewann der Kämpfer des JC Pelkum vorzeitig mit Ippon. Mit nun drei Siegen auf dem Konto startete Franz in die letzte Begegnung der Jeder-gegen-Jeden Liste und hatte die Chance, mit einem weiteren Sieg den Meistertitel perfekt zu machen.
Im letzten Kampf wartete mit Peter Rebscher, einem noch aktiven Bundeligakämpfer aus Karlsruhe, der härteste Brocken auf den Titelanwärter. Nach einem dramatischen und ausgeglichenen Kampf kassierte Peter Rebscher jedoch kurz vor Kampfende eine Shido-Strafe (Passivität), so dass Franz Wichmann auch diesen Kampf verdient für sich entscheiden konnte.
Franz Wichmann hatte somit seinen größten Erfolg in einer sehr langen Judolaufbahn (Deutscher Meister der Ü 30).
Der älteste Starter im Schwergewicht konnte den "jungen Wilden" einmal mehr zeigen, dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört und sich immer noch ganz oben auf dem Siegerpodest einen Platz erkämpfen kann.
Mit dieser Leistung ist Franz Wichmann auch ein Garant für Siege im Kampf um den Aufstieg zur Oberliga am 02.12.06 in Herten.
Überglücklich über diesen Erfolg ist auch Wichmanns langjähriger Weggefährte, Trainer, Freund und Vorsitzender des Judo-Club Pelkum-Herringen, Dieter Joosten.

1 Kommentar 9.10.06 15:22, kommentieren